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Der Ficht-Motor als Biogasmotor

Infolge der Charakteristik des Bewegungsablaufes der Kurbelschlaufe ist die Kolbenstangenbewegung linear.Dadurch kann der Kurbelraum vom Zylinder durch Trennwandlager abgeschottet werden. Somit ist es möglich, den gesamten Kurbeltrieb mittels einer normalen Druckumlaufschmierung zu schmieren.
Der 4-Zylindermotor hat nur 3 bewegte Baugruppen:

  1. Zwei Kurbelschlaufen mit den fest verschraubten Kolben.
  2. eine Kurbelwelle mit nur 2 Hauptlagern.

Die 4 Zylinder-Anordnung in 90 Grad Sternform hat den Vorteil der völligen Schwingungsfreiheit.Alle Massen und Kräfte heben sich gegenseitig auf.
Durch die niedere Drehzahl n = 1500 min- 1 steht ausreichend Zeit für einen guten Ladungswechsel zur Verfügung. Außerdem verlängert die Eigenheit des Bewegungsablaufes der Kurbelschlaufe die Verweildauer der Kolben in den Totpunkten um ca. 12%, was ebenfalls den Ladungswechseln zugute kommt.
Die mit den Kurbelschlaufen fest verschraubten Kolben sind rotationssymmetrisch und deswegen einfach in der Herstellung. Durch den geradlinigen Lauf der Kolbenstangen ist der Motor frei von jeglicher Art von Kippkräften. Die Kolben müssen keine Abstützfunktionen erfüllen.
Die senkrecht angeordnete Kurbelwelle ermöglicht durch den liegenden Stern eine kompakte Bauform mit hoher Leistungsdichte. Alle Zylinder haben den Vorteil einer guten Zugänglichkeit für Wartung und Ausbesserung.
Die als Rohr ausgebildeten Kolbenstangen sind als "Heat Pipe" konstruiert.Mittels dieser Heat Pipe wird Wärme von den Kolben in Richtung Kurbelgehäuse abgeführt.
Der kippkräftefreie Lauf des Motors ist eine wesentliche Voraussetzung für die Verwendung von keramischen Werkstoffen für Zylinderbüchsen, Kolbenbestandteile, Kolbenringe, usw. Als Material eignet sich besonders Silizium-Carbid SiSiC. Dieser Werkstoff hat neben der Korrosionsbeständigkeit den Vorteil eines geringen Schwundes und guter mechanischer Bearbeitbarkeit, allerdings nur mit Diamantwerkzeugen.