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Zündeinstellung
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Spätzündung

Überhiztes Auslassventil

 

Frühzündung

Zündkerze nach klopfender

Verbrennung

Zündeinstellung ( Stationärmotoren im Sondergasbetrieb )

Auf die richtige Eistellung kommt es an !

Für eine optimale Verbrennung ist es wichtig, entsprechend des verwendeten Kraftstoffes und der gefahrenen Drehzahl den richtigen Zündzeitpunkt auszuwählen. Besonders bei Gasottomotoren im Sondergasbetrieb sollte man die Brennstoffqualität mit einbeziehen. Denn je nach Methangehalt und Beimischungen von Hemmstoffen wie Kohlendioxid, Schwefelwasserstoff und anderer Stoffe wie Halogene ändert sich auch der Zündverzug.

Schlechte Gasqualität bringt auch erhöhten Zündverzug mit sich.

Hier sollte man die Brennraum- und Abgastemperaturen sowie das Zündkerzenbild  betrachten . Draus kann man sehr gut Rückschlüsse auf den Verbrennungsvorgang ziehen.

Steigende Abgastemperaturen und fallende Brennraumtemperaturen zeigen Spätzündung an. Steigende Brennraumtemperaturen und fallende Abgastemperaturen zeigen Frühzündung an.

Verschlissene Zündkerzen bringen auch Spätzündungserscheinungen mit sich. Ein erhöhter Zündspannungsbedarf weist dabei auf einen zu großen Elektrodenabstand hin.

Für die Haltbarkeit der Zündkerzen ist der Einsatz von Zündkerzen mit den dafür entsprechenden Wärmewert Voraussetzung.

Einstellung und Materialeinsatz sind also immer den örtlichen Bedingungen anzupassen.

Falsche Einstellungen führen zu erhöhten Verschleiß, können aber auch kapitale Motorschäden verursachen. ( mehr dazu auf der Seite Motorentechnik 2 )

Zündkerzenbilder

Zündverzug und Vorzündwinkel

Der Zündverzug ist eine Zeitkonstante ( ms ), die das Kraftstoff- Luftgemisch braucht um durchzuzünden. Und zwar vom Einleiten der Zündung bis zur Ausbreitung der Flammfront während sich der Kolben in Richtung OT bewegt, so dass sich  die Druckwelle nach dem der Kolben OT überschritten hat, ausbreiten kann und den Kolben nach UT treiben soll. Das Einleiten der Zündung durch den Zündfunke erfolgt dabei bei einer Kolbenstellung in mm vor dem  OT. übertragen auf die Kurbelwelle.( in Grad Kurbelwelle vor OT )

Die Stellung der Kurbelwelle ( in Grad Kurbelwelle vor OT ) beim Einsetzen der Zündung  bis OT nennt man Vorzündwinkel.

Früh- und Spätzündung

Frühzündung

Frühzündung führt zu klopfender Verbren-nung.Dabei muss der Kolben gegen die Druckwelle arbeiten. Das führt zu sehr hohen Druckanstieg im Verbrennungsraum und zum ansteigen der Brennraum-temperatur. Permanente Frühzündung führt zur thermischen Überlastung des Kolben, der Zündkerzen und kann im Generatorbetrieb zu unerwünschten Schwingungserscheinungen beitragen.

Auswirkungen permanenter Frühzündung

Leistungsverlust, erhöhter Brennstoffverbrauch, thermische Überlastung des Kolben und der Zündkerzen so wie mechanischer Überbeanspruchung der Triebwerksteile

Spätzündung

Bei Spätzündung breitet sich die Druckwelle zu weit nach OT aus. Die Druckwelle läuft dem Kolben hinter her und die Brennraum-temperaturen sinken.

Beim Öffnen der Auslassventile devlagrieren die Abgase in den Abgastrakt. Dabei steigen die Abgas Temperaturen.

 

Auswirkungen permanenter Spätzündung

Leistungsverlust, thermische Überlastung der Auslassventile und Abgasrohre so wie erhöhter Verschleiß der Zündkerzen da die Selbstreinigungstemperatur nicht erreicht wird

Zusammenfassung

Beide Arten, ob Früh- oder Spätzündung wirken sich negativ auf den Motorenbetrieb aus und führen zu erhöhten Brennstoffverbrauch, Leistungsverlust und erhöhten Verschleiß oder sogar bis hin zu Motorschäden.

Es  ist demnach angebracht je nach Einsatzbedingungen den Verbrennungsvorgang  zu optimieren.

Bei schwankender Gasqualität sollte bei fallenden CH4 Gehalt eine Leitungsreduzierung vorgenommen werden.

übermäßiger Zündkerzenverschleiß und vorzeitiger Verschleiß der Auslassventile sind meistens auf falsche Zündeinstellung zurückzuführen.